Wirtschaft

Zinseszinsrechner

Sieh, wie dein Erspartes wächst, wenn auch die Zinsen Zinsen bringen. Zeit zählt mehr, als man denkt.

Endkapital
—
Eingezahltes Geld Erzielte Zinsen Realer Wert (nach Inflation)
—Summe der Einzahlungen
—Erzielte Zinsen
—Wert in heutigem Geld
—Jahre bis zur Verdopplung
—Anteil der Zinsen

Was ist der Zinseszins?

Bei einfacher Verzinsung bringt nur das Startkapital Zinsen. Beim Zinseszins werden die Zinsen jeder Periode dem Kapital zugeschlagen und verzinsen sich selbst weiter. Anfangs ist der Unterschied klein, doch mit den Jahren steigt die Kurve steil an: Im Diagramm wird der Zinsanteil schließlich größer als alles, was du eingezahlt hast.

Cn = C0 · (1 + r)n

Dabei ist C0 das Startkapital, r die Rendite pro Periode und n die Anzahl der Perioden. Bei regelmäßigen Sparraten wächst jede Einzahlung für die verbleibende Zeit. Der Rechner verzinst monatlich und bucht die Sparrate am Monatsende.

Die 72er-Regel

Ein Trick zum Kopfrechnen: Teile 72 durch die jährliche Rendite in Prozent und du erhältst, nach wie vielen Jahren sich dein Geld verdoppelt. Bei 6 % etwa 12 Jahre, bei 8 % etwa 9. Die Karte „Jahre bis zur Verdopplung“ rechnet es exakt mit ln(2) / ln(1 + r).

Zeit schlägt Betrag

Vergleiche einmal: 200 im Monat über 40 Jahre ergeben deutlich mehr als 400 im Monat über 20 Jahre, obwohl du in beiden Fällen gleich viel einzahlst. Früh anzufangen ist der wichtigste Faktor für das Ergebnis.

Vergiss die Inflation nicht

Ein Euro wird in 25 Jahren weniger kaufen als heute. Die gestrichelte Linie zeigt das Endkapital in heutiger Kaufkraft, bereinigt um die gewählte Inflation. Liegt die Rendite nicht über der Inflation, verlierst du real an Kaufkraft, auch wenn der Kontostand wächst.

Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Gebühren und Steuern auf Erträge (z. B. Abgeltungsteuer) sind nicht berücksichtigt. Keine Anlageberatung.

Häufige Fragen

Wie viel hätte ich, wenn ich 30 Jahre lang 100 € im Monat anlege?

Bei durchschnittlich 7 % Rendite pro Jahr und monatlicher Verzinsung etwa 122.000 €, davon nur 36.000 € eigene Einzahlungen: Der Rest sind Zinseszinsen. Bei 4 % wären es rund 69.000 €. Das sind nominale Werte vor Steuern und Inflation, und echte Renditen sind nie konstant.

Was ist der Unterschied zwischen einfacher Verzinsung und Zinseszins?

Bei einfacher Verzinsung werden die Zinsen immer auf das Anfangskapital berechnet, beim Zinseszins werden sie dem Kapital zugeschlagen und selbst verzinst. 10.000 € zu 5 % über 20 Jahre werden mit einfacher Verzinsung zu 20.000 € und mit Zinseszins zu 26.533 €. Der Unterschied wächst mit der Laufzeit.

Wie lautet die Zinseszinsformel?

Das Endkapital ist Kn = K₀ · (1 + p/m)^(m·n), wobei K₀ das Anfangskapital, p der Jahreszins als Dezimalzahl, m die Zahl der Zinsperioden pro Jahr und n die Anzahl der Jahre ist. Bei regelmäßigen Sparraten kommt der Endwert jeder einzelnen Rate hinzu, genau das berechnet das Werkzeug.

Was ist der Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins?

Der Nominalzins ist der vereinbarte Jahreszins ohne Berücksichtigung der Zinsperioden. Der effektive Jahreszins gibt die tatsächliche Rendite oder Belastung über ein Jahr an, einschließlich mehrfacher Verzinsung pro Jahr und bei Krediten auch der Kosten. 12 % Nominalzins mit monatlicher Verzinsung entsprechen 12,68 % effektiv.